Wir tuns am Treffpunkt, in Fahrstühlen und in der U-Bahn, wir tuns vor geschlossenen Schranken und vor Computern. Wir tuns an Zapfsäulen in Apotheken und in Banken, wir tuns im Stadtverkehr an Baustellen und an Ampeln. Wir tuns vor Kaffeemaschinen vorm Ofen und vor Toastern, wir tuns auf Parkbänken oder zuhause aufm Sofa. Wir tuns in Discos an der Bar und an den Garderoben, wir tuns im Fußballstadion und in Theaterloggen. Wir tuns im Supermarkt auf dem Arbeitsamt oder am Hafenweck, wir tuns in Eingangshallen, Hotellobbys und Straßeneck. Wir warten!

Timetable Festival
Ed Rush

Jetzt wird’s
dreckig!

Mit 'Wormhole" schuf Ed Rush 1998 eines der einflussreichsten und prägendsten Drum’n’Bass-Alben überhaupt. Nun dröhnen seine fiesen Bässe durchs Alte Hallenbad.

Eigentlich heißt Ed Rush Ben Settle, doch den Künstlernamen des Briten sollte man lieber ernst  nehmen. Seine aggressiven Drum'n'Bass-Attacken sind nicht weniger als ein temporeicher Ansturm auf die Gliedmaßen seiner Fans. Dafür mitverantwortlich dürfte Ed Rushs Vergangenheit als Breakdancer sein. Doch dann verlor er sein Herz an die Londoner Rave-Szene und begann mit seinem damaligen Nachbarn, No U Turn Records-Gründer und Techcore-Pionier Nico Sykes, Tracks zu produzieren. Ausgehend von verstörenden Darkcore-Experimenten entwickelte er über die Jahre einen ganz eigenen Stil und half, Hardcore zu Drum’n’Bass zu transformieren. Legendär ist seine Kooperation mit Optical, mit ihm gründete er sein eigenes Label Virus. Gemeinsam brachten die beiden um die Jahrtausendwende gleich mehrere wegweisende Tapes auf den Weg und veränderten damit das Genre nachhaltig. Bis heute entwickelt sich Ed Rush ständig weiter und bleibt einer der spannendsten Vertreter seiner Zunft. Für einen düster dreckigen Live-Abriss bleibt er aber immer gut. (mab)

facebook.com/edrushofficial →

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