Beschreibung Zwischen sakralem Raum und zeitgenössischer Lichtkunst: Wie kann Licht historische Architektur neu erfahrbar machen?
Licht gilt seit Jahrhunderten als eines der stärksten künstlerischen und spirituellen Medien der christlichen Tradition. Es steht für Präsenz, Gemeinschaft, Transzendenz und die Verbindung zwischen dem Irdischen und dem Himmlischen. Gleichzeitig prägt künstliches Licht heute unsere Wahrnehmung von Räumen, Städten und sozialen Orten wie kaum ein anderes Medium. Das Lichtkunstlabor widmet sich der Frage, wie zeitgenössische Lichtkunst an diese kulturelle Tradition anknüpfen kann. Im Zentrum steht die Entwicklung künstlerischer Lichtkonzepte für historische Kirchenräume. Ziel ist es, Architektur nicht nur zu beleuchten, sondern sie atmosphärisch neu erfahrbar zu machen – als lebendige Räume für Wahrnehmung, Gemeinschaft und zeitgenössische kulturelle Erfahrung. Während des Labors entstehen räumliche Lichtkonzepte, Visualisierungen und künstlerische Inszenierungen, die historische Architektur neu interpretieren. Im Fokus stehen die Wirkung von Licht im Raum sowie die Entwicklung und Präsentation ortsspezifischer Ideen. Licht wird dabei als künstlerisches Medium im Spannungsfeld von Architektur, Atmosphäre und sozialem Raum untersucht.
Vorraussetzungen Gesucht werden kreative Personen, die bereits mit Licht arbeiten – in ihrer künstlerischen Praxis, im Studium oder im Rahmen technischer Projekte. Besonders willkommen sind Bewerbungen aus den Bereichen Szenografie, Architektur, räumliche Kunst, Lichtgestaltung und Creative Technologies sowie von Personen mit Erfahrung in 3D-Modellierung, räumlichen Visualisierungen und Programmen wie Blender, CAD oder ähnlichen Tools. Da im Labor gemeinsam Lichtkonzepte für historische Räume entwickelt und präsentiert werden, sind außerdem starke Präsentations- und Pitching-Skills, Experimentierfreude sowie Interesse an interdisziplinärer Zusammenarbeit besonders wichtig.
Laborleitung – Studio VOLNA Das Lichtkunstlabor wird vom Studio VOLNA geleitet, das seit zwei Jahren die Lichtkunstlabore des Poolbar Generators begleitet. Seit 2016 entwickelt VOLNA raumgreifende Lichtinstallationen an der Schnittstelle von Kunst, Technologie und Architektur. Nach Projekten im Kontext von Festivalräumen, temporärer Architektur und gemeinschaftlichen Außenräumen widmet sich das Studio nun verstärkt historischen Kulturbauten und der Frage, wie Licht neue Formen von räumlicher Wahrnehmung und Gemeinschaft erzeugen kann. Mehr Informationen: www.volna-media.comtechnologiebasierter Projekte im Live-Kontext.