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|8. Juli - 16. August 2026
|Altes Hallenbad + Reichenfeld, Feldkirch (AT)
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Architektur

Beschreibung Im Architekturlabor geht es darum, räumliche Ideen zu entwickeln und eine klare Haltung zum Ort zu formulieren. Wir untersuchen, was die Kirchenräume können, was ihnen fehlt und wie sie sich weiterdenken lassen. Welche Strukturen tragen, wo kann neu geordnet werden, was kann entfernt werden und was sollte bleiben? Fragen der Zonierung, der Nutzung und der räumlichen Wirkung stehen im Zentrum. Manchmal braucht es klare Maßnahmen, um neue Möglichkeiten zu öffnen. Manchmal reicht eine präzise Geste, um einem Ort Schärfe zu geben. Wichtig ist nicht nur, dass ein Entwurf schlüssig ist, sondern dass er die Veränderung des Ortes sichtbar macht und räumlich erfahrbar werden lässt. Wir arbeiten an einem realen Ort mit Geschichte und starker Atmosphäre. Gerade das eröffnet die Freiheit, über das Offensichtliche hinaus zu denken und auch unerwartete Ideen zu entwickeln. Gleichzeitig geht es darum, diese Ansätze zu klären und in eine konkrete, tragfähige Form zu übersetzen. Am Ende entsteht ein Entwurf für eine mögliche räumliche Weiterentwicklung sowie ein Maßnahmenkatalog, der Schritte und Eingriffe in sinnvolle bauliche Phasen gliedert.

Voraussetzungen Das Labor richtet sich an Menschen aus Architektur, Raumentwicklung, Raumplanung und verwandten Studiengängen. Erwartet werden ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen und die Fähigkeit, Grundrisse zu lesen und zu verstehen. Du solltest mit Zeichenprogrammen umgehen können und bereit sein, Ideen auch praktisch zu überprüfen, von Modellen bis zu einfachen 1 zu 1 Versuchen. Ein grundlegendes Verständnis für statische Zusammenhänge ist von Vorteil.

Laborleitung - Valerie Rainer Ich bin Architektin mit einem ausgeprägten Interesse an den sozialen und kulturellen Fragen unserer Zeit. Seit mehreren Jahren bewege ich mich an der Schnittstelle von Architektur, Kulturarbeit, sozialer Raumgestaltung und partizipativen Prozessen, im urbanen wie im ländlichen Kontext. Meine Haltung ist getragen von der Idee einer Architektur, die zuhört, vermittelt und Verbindungen schafft. Entwerfen bedeutet für mich nicht nur, etwas zu bauen, sondern vor allem, neue Möglichkeitsräume für Begegnung, Teilhabe und Entwicklung zu öffnen. Dabei liegt mein Fokus nicht auf dem Neubau, sondern auf dem Weiterdenken des Bestehenden: auf Umnutzungen, Transformationen und dem Sichtbarmachen verborgener Potenziale. Ich bin überzeugt, dass es nicht immer an Raum fehlt, sondern an einem sensiblen Blick auf das, was bereits da ist. Viele Gebäude und Orte befinden sich im stillen Leerstand, kaum wahrgenommen, falsch gelesen oder schlicht noch auf die richtigen Nutzer:innen wartend. Während meines Architekturstudiums an der Universität Liechtenstein habe ich gemeinsam mit einer Freundin ein kleines Atelier gegründet. Aus einem spielerischen Zugang zur Raumentwicklung entstand etwas, das ich heute mit großer Leidenschaft als Beruf lebe. Seitdem entwickle ich temporäre, experimentelle und gemeinschaftsorientierte Projekte.Oft an Orten, die auf neue Geschichten warten: Leerstände, Stadtränder oder Übergangsräume. Seit 2020 bin ich Teil des Teams von Atelier Rainer + Amann (r+a), welche sich nun gemeinsam mit zwei Freunden in die nächste Generation führe. Ich schätze die lange Geschichte dieses Büros und die Beständigkeit, mit der über Jahrzehnte hinweg Bauaufgaben und Freundschaften entstanden sind. Als Mitgründerin des Kultur- und Atelierhauses „Ulrike Stark“ in Feldkirch und als Teil des Produktionsteams verschiedener Kulturformate beim Poolbarfestival durfte ich Räume nicht nur entwerfen, sondern auch aktivieren, organisieren und kuratieren. Als Teil eines aktiven Netzwerkers ( RAUM.WERT Insitut) engagiere ich mich für gemeinwohlorientierte Raumentwicklung und Beteilugungsprozesse, die sich für langfristige Strategien, neue Allianzen und den bewussten Umgang mit Raumressourcen einsetzt. Architektur verstehe ich demnach als kollektive Verantwortung, als Werkzeug, um Wandel zu begleiten, Gemeinschaft zu stärken und Zukunft konkret zu gestalten.

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